Viel diskutiert, wenig analysiert: Was haben Sicherheit und Narrative in der EU und China gemeinsam und was unterscheidet sie? Cassandra Foresight bietet eine vergleichende Bestandsaufnahme zum Verständnis von Sicherheit.
In diesem Artikel werden Verbindungen zwischen Narrativen und politischen Risiken im Licht von EU-China Spannungen aufgezeigt. Dazu werden Interessen und Methoden des Gestaltens, der Streuung bis hin zum Empfang von Narrativen betrachtet, mit Fakten vergleichen und auf Inhalte strategischen Charakters untersucht. Das Papier schließt mit einem aktuellen Überblick des Verständnisses zur Sicherheit ab und gibt Hinweise für weiterführende Studien zur Handhabung von politischen Risiken und „Geopolitik“, einem ausdrücklichen Themenschwerpunkt der aktuellen EU-Kommissionspolitik seit 2019.
Im Artikel wird argumentiert, dass bewusst als Wortwaffe konstruierte Narrative aus dem Ausland in Europa leicht Verbreitung finden und weder in ausreichender, aktueller, noch strategischer Hinsicht einer Wahrnehmung als Risiko seitens der Öffentlichkeit standhalten, zudem weder im vereinten Europa noch in vereinzelten Mitgliedsstaaten gemeinsame Mittel zur Risikoabwehr bestehen. Im Gegensatz praktiziert die chinesische Regierung mit zahlreichen Mitteln wie Gesetzen, Zensur, „Sicherheitshotlines“ zum Melden politisch auffälligen Verhaltens von Mitbürgern usw. eine hypersensitive Haltung zur Wahrung der Abwehr politischer Risiken und damit der Sicherheit und Stabilität des Landes bzw. seiner politischen Führung.
Das Papier wurde geschrieben und vorgestellt auf der UACES Conference in Lille im September 2022. Online ist es hier abzurufen: www.researchgate.net.
Mehr Informationen zur University Association for Contemporary European Studies (UACES), einer Gruppe von Chinawissenschaftlern, die sich mit Narrativen, der EU und China beschäftigen finden sich hier.
Kontaktieren Sie bei Fragen und Anregungen gerne Cassandra Foresight.
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